|
Logbuch
28.07. - 04.08.2012
Umeå nach Pori
28.07.2012 |
Nach der kurzen Pause für Skipper und
Yacht ist an Bord wieder der Bordalltag eingekehrt. Für die
kommenden Etappen wurde noch einmal alles gecheckt und heute
Abend reist dann die Crew an und unser Törn zur finnischen Küste
kann beginnen.
|
Umeå
Hafentag |
29.07.2012 |
In der Nacht ist wie angekündigt, ein
Starkwindgebiet mit Regen durchgezogen und hat für eine unruhige
Nacht gesorgt. Am Morgen dann Aufheiterung und noch etwas Wind,
Tendenz abnehmend. Wir machen Klarschiff, die
Sicherheitseinweisung verbinden wir mit dem Seeklar machen, noch
einmal ein Blick auf das Wetter und um 13.00 Uhr verlassen wir
Holmsund.
Wir hatten eine schöne Zeit hier und auch
noch einmal ein großes Dankeschön an den Patholmsviekens Batklubb,
wo "Caddy" für ein Paar Tage eine sichere Bleibe gefunden hat.
Draußen ist es diesig und zunächst motoren
wir südwärts (natürlich bei südlichem Wind). Nach 5 sm können
wir dann unseren Kurs nach Osten richten. Das Groß noch im Reff
gesetzt, die Genua raus und schon sind wir mit der alten Dünung
und noch gutem Wind mit 6 bis 7 Knoten unterwegs.
Zwischenzeitlich kommt noch einmal Nebel auf, aber Dank AIS sind
wir sicher und gut unterwegs. Auf der Hälfte der Strecke, am
Leuchtturm Nordvalen, klart es dann auf und die Sonne scheint.
Gegen 17.30 Uhr bergen wir vor unserem Zielhafen die Segel und
sind 15 Minuten später fest.
Die Insel heißt Valassaaret/Valsörarna und
ist eine ehemalige vorgeschobene Stellung der finnischen
Küstenwache. Es liegt noch eine weitere finnische Yacht hier und
ansonsten hat die Natur und die Stille hier das Kommando.
Inselrundgang ist obligatorisch und wir haben neben einer
zauberhaften Natur auch Kraniche, glückliche Schafe und Seeadler
beobachten können...
|
Umeå nach
Valassaaret/Valsörarna
26,0 sm
 |
30.07.2012 |
Der Wetterbericht spricht von
nordöstlichen Winden, welche später auf Süd drehen. Also
entscheiden wir uns wie unsere finnischen Nachbarn für den
südlichen Kurs um das Kvarken-Archipel. Wir legen ab, setzen die
Segel und sind mit Sonnenschein gut unterwegs.
Später zieht dann das angekündigte Wetter
auf, der Wind schläft zunächst ein, es folgt Regen und dann
haben wir den Südwind. Unsere Segeltaktik ist fast aufgegangen.
Wir haben nur die Zeit der Windstille mit motoren überbrückt und
sind segelnder Weise gut unterwegs. Zwischen den Inseln des
Kvarken-Archipels wird der Wind böiger, aber ist immer
beherrschbar. Dann erreichen wir Vaasa und finden einen guten
Liegeplatz im Gästehafen mit freundlicher Begrüßung und allen
Service, den man sich von einer guten Marina wünscht. Inzwischen
ist das Wetter durchgezogen und den Abend können wir entspannt
im Cockpit verbringen...
|
Valassaaret/Valsörarna
nach Vaasa
41,0 sm
 |
|
|
|
31.07.2012 |
Den Vormittag verbringen wir mit
Stadtbummel und einigen Kleinigkeit im Reparatur- und
Beschaffungsprogramm für unsere "Caddy".
Mittags verholen wir an die
Kommunalkaje von Vaasa und erledigen den obligatorischen
Bordeinkauf für die kommenden Tage. Dann sind wir wieder
unterwegs. Wind aus unserer "liebsten" Richtung und unser Kurs
geht durch die Schärenlandschaft. Also können wir nur bestimmte
Abschnitte durchsegeln, den Rest müssen wir erneut motoren. Die
vielen Steine, welche aus dem Wasser schauen, sprechen eine
eigene Sprache und erlassen mir als Skipper den Erklärungsbedarf
für die Motorstunden.
Gegen 19.00 Uhr sind wir dann am Gästesteg
in Bergö fest. Eine finnische Crew hilft uns beim Anlegen und es
folgen die herzlichen Stegplaudereien.
Bergö ist eine Insel mit viel Natur sowie
entsprechender geologischer Vergangenheit und auf jeden Fall einen
Besuch wert.
Der Wind hat inzwischen auf
Starkwindstärke zugenommen, wir liegen jedoch in der geschützten
Bucht und genießen den Abend...
|
Vaasa nach Bergö
23,0 sm
 |
01.08.2012 |
Der Wind hat nicht nachgelassen. Wir
entscheiden uns für einen Hafentag und Inselrundgang. Beim
Dorfkaufmann wird noch einmal an die Bordvorräte gedacht und
dann wird der Grillabend am Steg vorbereitet. Dazu muss die
Angel noch einmal ins Meer und tatsächlich gibt es diesmal
frischen Barsch mit Gemüse, in Alufolie vom Grill.
Abends dann hole ich mir noch einmal das
aktuelle Wetter und wir entscheiden uns, früh in Richtung Süden
aufzubrechen, da eine kurzfristige Wetterverbesserung in Sicht
ist.
|
Bergö
Hafentag
 |
02.08.2012 |
Morgens um 06.00 Uhr ist schon Leben an
Bord. Wir frühstücken und nutzen die kleine Wetterruhe zum
rechtzeitigen Ablegen. Wind kommt aus Süd und wir sind mit
ARAL-Fock unterwegs. Unser Kurs geht brav an allen Steinen und
Schären vorbei.
Im Laufe des Tages nimmt dann der Wind
wieder zu. Windspitzen um 29 Knoten und dazu ein Seegang, der
uns das Deckwaschen erspart. An Segeln ist nicht zu denken, die
brechenden Seen an den Felsen links und rechts sprechen für
sich.
Ein finnischer Segler kommt uns entgegen,
ansonsten sind wir alleine unterwegs.
Zum Nachmittag dann auch noch einsetzender
Regen. Genauso haben wir es gewollt oder?
Gegen 15.00 Uhr können wir uns in den
schützenden Schären vor Kaskinen verstecken und machen eine
Stunde später an der Gästepier fest. Wir sind die einzigen hier
und werden freundlich begrüßt. Scheinbar hat man heute hier mit
gar niemandem gerechnet.
Der Anleger schmeckt und das Resümee des
Tagesabschnittes - so etwas braucht man nicht wirklich...
|
Bergö nach Kaskinen
41,0 sm
 |
03.08.2012 |
Eigentlich wollten wir heute weiter. Da in
Pori jedoch kein Crewwechsel ist, drängt uns niemand und das
Wetter ist auch nicht wirklich besser geworden. Also noch einmal
Wetterkartenstudium und Törnplanung und unsere Entscheidung -
heute Hafentag. Zumal wir in der kleinsten Stadt Finnlands sind.
Nach dem Frühstück kleiner Stadtbummel und
Vorräte auffüllen, dann wird die Waschmaschine getestet und
anschließend Kaskinen erobert. Ein beschaulicher Ort mit
Vergangenheit (gegründet als Hafen auf Weisung von König Gustav
den III.) und schön anzusehen...
|
Kaskinen
Hafentag
 |
04.08.2012 |
Der Wetterbericht hat recht behalten.
Mäßiger Wind aus Süden mit dem Trend Richtung Südwest. Wir legen
um 07.45 Uhr ab und sind unterwegs. Noch in der Ansteuerung von
Kaskinen werden die Segel gesetzt und die Schoten dicht geholt.
Hoch am Wind sind wir unterwegs. Zunächst hinaus auf die
Bottnische See, damit wir im tiefen Wasser in aller Ruhe lange
Kreuzschläge machen können. Später dreht dann der Wind auf
Südwest und wir können einen guten Südkurs anliegen. Erst in der
Einfahrt von Reposaari bergen wir die Segel.
Es war ein schöner und vor allem langer
Segeltag und da der Wind sich in der Richtung zu unserem Gunsten
gedreht hat, brauchten wir auch nicht allzu lange auf die Kreuz
gehen. Um 20.00 Uhr waren wir in Reposaari, dem Gästehafen von
Pori, fest. Der Anleger und ein gemütliches Abendessen sowie die
Erinnerung an einen schönen Segeltag beenden den Abend...
|
Kaskinen nach Reposaari / Pori
65,0 sm
 |
|
|