01.09.2012 |
Pünktlich am Nachmittag ist die neue Crew
an Bord. Kurze Begrüßung, erste Einweisung in unsere Yacht und
dann erledigen wir zunächst unseren Bordeinkauf. Danach machen
wir einen entspannten Spaziergang durch die bezaubernde Altstadt
Visbys und sind immer wieder von neuem beeindruckt von der
Vielzahl der gut erhaltenen historischen Häuser und Baudenkmale.
Zum Abend hat dann die Sonne die letzten
Wolken vertrieben und wir genießen das Licht des Abends und
fühlen uns wohl...
|
Visby Hafentag
 |
02.03.2012 |
Nach dem Frühstück ausführliches Studium
der Wetterdaten und die Entscheidung, zunächst abzuwarten
(Südwest Stärke 6-7, Böen 8). Wir machen zunächst die
Sicherheitseinweisung und dann folgt ein Spaziergang durch die
Altstadt und das alte Fischerdorf Visby mit seinen schmalen
Gassen. Nachmittags flaut der Wind ein wenig ab. Wir schauen
wieder auf das Wetter und die Aussichten haben sich ein wenig
verbessert. Abnehmend auf 5 - 6, dafür dann aber später auf
Westdrehend. Wir entscheiden uns für eine Nachtfahrt, solange
der Wind noch aus Südost kommt.
Um 19.15 Uhr legen wir ab. Unsere
Liegeplatznachbarn aus Frankreich machen sich ebenfalls
Auslaufklar. Noch im Hafen setzen wir nur die große Fock und
gehen auf nach dem Passieren der Molen auf den Am-Wind-Kurs. Wir
können 270° halten und sind unterwegs. Der Wind weht noch
ordentlich und je weiter wir von Gotland wegkommen, desto mehr
Seegang ist noch zu spüren. Wir sind mit guten 7 Knoten trotz
der kleinen Besegelung unterwegs. Unsere Position um Mitternacht
lautet : 57°43,0´N, 017°25,0´E
|
Visby nach Västervik
24.00 auf See
29,0 sm |
03.09.2012 |
Im Morgengrauen kommen dann die
Leuchtfeuer der schwedischen Küste in Sicht und in der Einfahrt
nach Västervik bergen wir unsere Fock, um bei dem jetzt
vorherrschenden Westwind mit Motor die nächtliche Ansteuerung
durchzuführen. Um 05.30 Uhr sind wir in der Pampas-Marina in
Västervik fest. Kurzes Verschnaufen, der wichtige Anleger wird
auch gleichzeitig der Schlaftrunk und schon herrscht Ruhe im
Schiff.
Um 11.00 Uhr ist dann das allgemeine
Wecken. Wir frühstücken, schauen uns noch ein wenig um und sind
wieder unterwegs. Unser Ziel ist die ehemalige Lotseninsel Idö
sechs Seemeilen weiter östlich. Hier wollen wir die Ruhe und
Entspannung nach dem anspruchsvollen Nachttörn genießen.
In Idö sind wir die einzige Yacht. Der
kleine Anleger bietet guten Schutz vor dem immer noch kräftigem
Westwind und wir freuen uns auf einen entspannten Abend auf
einer sehr schönen Schäreninsel vor Schwedens Küste...
|
Visby nach Västervik und weiter nach Idö
33,0 sm
 |
04.09.2012 |
Ein schöner Morgen auf Idö und unser Tag
beginnt mit einem guten Frühstück. Um 09.00 Uhr legen wir ab.
Gleich hinter der Pier können wir die Segel setzen und gehen
hoch an den Wind.
Der hat inzwischen auf Südwest gedreht, so
das wir uns für einen Kurs außerhalb der Schärenlandschaft
entscheiden. Es wird ein schöner Kreuzkurs Richtung Süden,
welcher uns auch direkt an der Sagen umworbenen Insel Blå
Jungfrun vorbeiführt. Kurz vor der Einfahrt nach Påskallavik
bergen wir die Segel und folgen dem Tonnenverlauf der spannenden
Einfahrt. Um 18.50 Uhr sind wir fest. Der Hafenmeister
begrüßt uns freundlich, zeigt uns die wesentlichen Einrichtungen
und auf die Frage nach den Hafengebühr winkt er ab, die Saison
sei schließlich vorbei.
Wir sind alleine im
Hafen und die Aussicht auf die Schärenlandschaft ist
wunderschön...
|
Idö nach Påskallavik
54,0 sm
 |
05.09.2012 |
Die Sonne weckt uns. Noch einen Sprung ins
Meer und dann gibt es Frühstück.
Danach nutzen wir unsere Zeit hier, um den
angesagten Skulpturenpark des Künstlers A.Kallström zu besuchen.
Es folgt der Blick auf das Wetter. Ein
windiger Tag ist angesagt. West mit 11 m/s und böig. Nur mit der
Genua legen wir um 09.50 Uhr ab und gehen auf Kurs. Wenig Welle
und ein gutes Schiff, so wird es eine schnelle Segelreise nach
Kalmar.
Um 14.30 Uhr sind wir im Gästehafen der
Stadt fest. Es sind wenig Yachten hier, der Tag ist weiterhin
sonnig und die Stadt lädt zu einem Stadtbummel ein...
|
Påskallavik
nach Kalmar
36,0 sm
 |
06.09.2012 |
Erneut ein Tag, der mit Sonne beginnt. Für
den Nachmittag ist Wind angesagt und Wetterverschlechterung.
Nach dem Frühstück legen wir ab und setzen
noch im Hafen die Segel. Wir wollen so weit wie möglich kommen
und sind zunächst mit mäßigen Nordwestwind gut unterwegs. Später
dreht dann der Wind auf West. Wir haben inzwischen Kristianopel
passiert und segeln weiter. Vorbei an Sandhamn segeln wir in die
schwedischen Südschären und bergen kurz vor Torhamn die Segel.
Der Wind hat inzwischen wieder zugelegt und wir sind zufrieden,
das wir in Torhamn fest sind. Bis Karlskrona ist es jetzt nur
noch ein Katzensprung.
Für den Abend und die Nacht ist Starkwind
vorhergesagt. Wir schauen uns noch ein wenig um und genießen das
Abendbrot im sicheren Hafen...
|
Kalmar nach Torhman
48,0 sm
 |
07.09.2012 |
Es wurde eine unruhige Nacht. Im Hafen war
Schwell und der Wind jaulte in den Wanten. Ich habe unsere
Leinen mehrfach kontrolliert und noch weitere Leinen
ausgebracht. Am Morgen dann haben wir mit müden Augen unser
Frühstück eingenommen.
Der Wind hatte sich inzwischen beruhigt
und so haben wir um 09.00 Uhr abgelegt. Durch den Schärengarten,
vorbei an der Seilzugfähre Storasund und durch die Straßenbrücke
Möcklösund (18 m Durchfahrtshöhe) sind wir nach Karlskrona
gemotort.
In Karlskrona haben wir noch einmal
getankt und waren um 11.30 Uhr fest. Der letzte Anleger dieser
Woche und dann haben wir das Angebot des schwimmenden
Restaurants angekommen - Lunch-Buffet für 79,00 Kronen pro
Person. Gut gesättigt folgte unser Landeinfall in Karlskrona...
|
Torhamn nach Karlskrona
12,0 sm
 |